Herzlich Willkommen bei der Behörde für gefühlte Sicherheit

Was macht denn der Koffer da vorne so alleine auf dem Bahnsteig? Warum filmt mich eine Kamera auf meinem Weg zum Supermarkt? Hört mir jemand beim Telefonieren zu? Kann jemand beobachten, was ich hier gerade im Internet mache? Und wo verdammt noch mal ist meine Payback-Karte? Fühlen Sie sich eigentlich noch sicher? Fühlen Sie sich manchmal beobachtet?

Gut, dass Sie bei uns gelandet sind. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Hier erfahren Sie, warum Sie auf dem Weg zur Arbeit oder beim Zeitung holen gefilmt werden, warum Ihre Internetausflüge gespeichert werden sollen und warum alleine das Googlen mancher Begriffe Sie verdächtig machen kann.
Das Thema „Sicherheit“ begegnet uns zurzeit überall. Politiker versprechen uns mehr „Sicherheit“ durch neue Gesetze. Verstärkte Überwachung und Kontrollen sollen die „Sicherheit“ aller erhöhen. Doch weder der Abschuss von entführten Flugzeugen, Überwachungskameras allerorten noch massive Polizeipräsenz können absolute Sicherheit gewährleisten. Gefahren lauern theoretisch immer und überall. Es stellt sich daher eher die Frage, wer definiert, was „Sicherheit“ ist? Wem nützt unsere Angst, wenn ständig von „Gefahr“ die Rede ist?
Die Gesetzesänderungen, die mehr „Sicherheit“ versprechen, gehen uns alle an: Ausweitung des „Großen Lauschangriffes“, Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen, der genetische Fingerabdruck, die Ausweitung der Befugnisse des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes oder seit neustem die Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten, betreffen schließlich nicht einen kleinen Kreis, sondern die gesamte Bevölkerung.
Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten – meinen Sie? Aber was geht denn andere Ihr Privatleben an? Wollen Sie immer mehr verdachtsunabhängige Kontrollen und Überwachung? Schon jetzt wird uns – meist unbemerkt – auf die Finger geschaut, wird darauf geachtet, dass der Verkehr in geordneten Bahnen verläuft. Ist Ihre gefühlte „Sicherheit“ die des Innenministers Wolfgang Schäubles?
Wir wollen Sie auf diesen Seiten auf die zunehmende Überwachung und Kontrolle aufmerksam machen. Wenn auch Sie nicht gewillt sind, Freiheit im Namen der „Inneren Sicherheit“ aufzugeben, dann schauen Sie sich hier um. Tipps und Ratschläge zum bewussten Umgang mit dem Internet und diverse Texte zum Komplex „Innere Sicherheit“ finden sich bei der Behörde für gefühlte Sicherheit zur Genüge.

Fühlen Sie die Sicherheit!



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